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Das neue Wohnhaus für 24 Kinder und Jugendliche mit geistiger und mehrfacher Behinderung aus Hamm und Umgebung wurde erstmals im Sommer 2010 bezogen. Es ist barrierefrei und bietet dadurch Menschen mit Rollstühlen oder Gehhilfen gute Bewegungsmöglichkeiten. Um auch Kindern und Jugendlichen ein angemessenes Wohnumfeld anbieten zu können, die durch ihr herausforderndes Verhalten auffallen, wurde bereits beim Bau des Hauses darauf geachtet, kleine Wohngruppen und Rückzugsmöglichkeiten im Haus und im Garten zu schaffen.
24 Einzelzimmer
4er-Wohngruppen
Kurzzeitwohnen
Das Haus ist ganzjährig auch in die Ferien und am Wochenende geöffnet. Rund um die Uhr stehen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter als Ansprechpartner zu Verfügung.
Die Betreuung erfolgt nach dem Grundsatz: Soviel Selbständigkeit wie möglich und soviel Unterstützung wie nötig. Für einen Menschen mit sehr schwerer und mehrfacher Behinderung kann das heißen, dass er genügend Zeit und Assistenz bekommt, um sich selbst seine Jacke anzuziehen. Für andere heißt Selbständigkeit, dass sie üben, wie sie ihre Wäsche selbst waschen, ihr Zimmer reinigen und ihr Taschengeld einteilen.
Ziel ist es, dass sich die Kinder und Jugendlichen wohl fühlen, Sicherheit und Geborgenheit erleben und in einem Umfeld aufwachsen können, in dem sie sich gut entwickeln, neue Fähigkeiten entdecken und weiter entwickeln können.
Alle Kinder und Jugendlichen übernehmen zum Teil mit Unterstützung der Mitarbeitenden Aufgaben und Ämter, die ihren persönlichen Möglichkeiten entsprechen (z.B. Zimmer aufräumen, saugen, Tisch decken, Mülleimer leeren, Geschirrmaschine befüllen und ausräumen). Die Kinder und Jugendlichen können so erleben, dass sie selbst etwas bewirken und das Zusammenleben fördern können. Gleichzeitig schulen sie ihre Selbständigkeit.
Der Heilpädagogische Intensivbereich ist ein spezialisiertes Wohnangebot für Kinder und Jugendliche mit leichter oder auch schwerer geistiger Behinderung und besonders herausforderndem Verhalten.
Das sozial oft nur schwer ertragbare Verhalten basiert häufig auf Überforderungssituationen, weil die Kinder und Jugendlichen
Durch intensive heilpädagogische Begleitung und Förderung, sollen die Kinder und Jugendlichen eigene Fähigkeiten und Möglichkeiten entdecken und weiter entwickeln. Ziel ist es, dass sie langfristig auch in anderen weniger intensiv begleiteten Wohnformen leben können.
Um diesen Prozess zu fördern, steht mehr Fachpersonal als in anderen Wohngruppen zur Verfügung. Es ist mehr Einzelförderung und Begleitung möglich. So können Krisen bereits im Vorfeld vermieden oder in ihrer Intensität abgeschwächt werden.
Das Bedürfnis nach klaren verlässlichen Strukturen und individuellen Freiheiten ist erfahrungsgemäß bei diesen jungen Menschen extrem unterschiedlich ausgeprägt. Ihnen fällt es äußerst schwer, sich auf Kompromisse einzulassen. Durch räumliche Rückzugsmöglichkeiten und pädagogisch-psychologische Begleitung sollen gegenseitige Provokationen und das sich gegenseitig Hochschaukeln vermieden werden.
Durch den Heilpädagogischen Intensivbereich sollen jungen Menschen die Möglichkeiten erhalten, auch innerlich zur Ruhe zu kommen. Das ist eine wichtige Grundlage für viele weitere Entwicklungen.
Diakonische Stiftung Wittekindshof
Wohnhaus für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene
Teamleitung
Monika Hubert
Sulkshege 9
59073 Hamm
Tel.: (0 23 81) 972 57-21
Fax: (0 23 81) 972 57-29
Teamleitung
Heilpädagogischer Intensivbereich (HPI)
Carsten Göcke
Sulkshege 9
59073 Hamm
Tel.: (0 23 81) 972 57-21
Fax: (0 23 81) 972 57-29
Das Haus gehört zum
Geschäftsbereich Hamm/Kreis Warendorf
Geschäftsbereichsleitung
Diakon Hartmut Wloka
Karlsplatz 2
59065 Hamm
Tel.: (0 23 81) 30 747-14
Fax: (0 23 81) 30 747-29