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Diakon Karl-Heinz Edler hat sich wohl gefühlt bei der „Wetten, dass-Show" mit „Michelle Hunziker" anlässlich seiner Verabschiedung in die Ruhephase der Altersteilzeit.
Bad Oeynhausen (AM). Es war wohl das erste Mal, dass Karl-Heinz Edler bei einem Umzug nur zugeguckt hat. Er ist ein Mann der Tat und mag keine langen Reden. Deswegen hatten Kollegen und die rund 280 Klienten des Wittekindshofer Geschäftsbereiches SoLe (Selbstbestimmte offene Lebensräume) zum Abschied ihres stellvertretenden Leiters eine „Wetten, dass-Show „ im Volmerdingsener Gemeindehaus vorbereitet. Die beiden Mitarbeiterinnen Kerstin Waterbär und Sabrina Strunk bewiesen Schauspieltalent und moderierten als „Thomas Gottschalk" und „Michelle Hunziker" die Show. Als einzigen Wettpaten begrüßten sie Karl-Heinz Edler, der den beiden Prominenten als erstes erklärte, dass er als Vornamen nur „Charly" hören möchte.
Goldenes Kronenkreuz für Diakon Karl-Heinz Edler
Die Gäste erlebten von Saalwette, über Starauftritte bis zum Wetteinsatz alles, was sie aus der Samstagabend Show kennen. Für „Wetten, dass" untypisch war der Auftritt des Wittekindshofer Ressortleiters Uwe Thünemann. Im Namen des Präsidenten des Diakonischen Werkes der Evangelischen Kirche in Deutschland überreichte er an Karl-Heinz Edler das Goldene Kronenkreuz.
„Es ist ein Dank für fast 35-jährigen Dienst in der Diakonischen Stiftung Wittekindshof. Entscheidend ist jedoch all das, was Du ehrenamtlich und über den eigentlichen Dienst hinaus geleistet hat", erklärte Uwe Thünemann und verwies auf den Fahrdienst für Kurgäste in der Kirchengemeinde Volmerdingsen, die Mitarbeit in der Werkfeuerwehr Wittekindshof, das Engagement als gesetzlicher Betreuer und vor allem die nachsorgende Fürsorge für ehemalige Bewohner: „Schon lange bevor wir systematisch Menschen unterstützt haben, die in die eigene Wohnung umzuziehen, hast Du Frauen und Männer gefördert, die auf eigenen Füßen stehen wollten. Du hast Kontakte gehalten und warst und bist bis heute ansprechbar, wenn einer von ihnen Hilfe braucht", lobte der Ressortortleiter.
Dank und Anerkennung in Wetten verpackt
Der übrige Dank und die Anerkennung für den Dienst als Diakon und Erzieher wurde unterhaltsam in Wetten verpackt. Weil Karl-Heinz Edler gerne als Jäger oder mit Kindergruppen im Wald unterwegs ist, wenn er sich nicht gerade für Diakonie und Kirche engagiert, fehlte eine Wette mit Tierstimmen nicht. Ausgerechnet der Wohnbereich Hauptstraße, den Karl-Heinz Edler jahrelang geleitet hatte, hatte mit der Zuordnung von Losungen zu den passenden Tieren eine so anspruchsvolle Wette, dass sich der Diakon und Jäger geschlagen geben musste.
Treffsicher war er hingegen bei der Wette zum Einrichten eines kompletten Zimmers. Mitarbeiter und Bewohner aus dem Bereich Westkamp erledigten die Aufgabe in wenigen Minuten auf der Bühne - ohne Unterstützung von Karl-Heinz Edler. Dem gelernten Polsterer und Dekorateur war es aber sichtlich schwer gefallen, einmal nicht zuzupacken. In seiner Dienstzeit sowohl in der Hauptstraße als auch in den letzten sechs Jahren als stellvertretender Geschäftsbereichsleiter und Stabstelleninhaber hat er unendlich viele Umzüge unterstützt. Dazu gehörten auch Gespräche mit Vermietern in Bad Oeynhausen und im gesamten Kreis Herford, um neuen Wohnraum für Menschen mit Behinderung zu finden.
Spannend bis zuletzt blieb die Saalwette, bei der zehn Doppelgänger von Karl-Heinz Edler gesucht wurden. Aber „Thomas Gottschalk" und „Michelle Hunziker" hatten das Publikum so gut motiviert, dass am Ende wirklich zehn Männer mit Lodenjacke, Aktentasche und Mütze auf der Bühne standen. Karl-Heinz Edler genoss das Gruppenbild mit Doppelgängern genauso wie die gesamte „Wetten, dass-Show". Mit den Wetteinsätzen will er es nicht so genau nehmen und auch Wetteinsätze einlösen, obwohl er gewonnen hat. Er hat versprochen, auch in der Ruhephase der Altersteilzeit in den SoLe-Bereich zurückzukommen, wenn sein Rat gefragt oder Hilfe nötig ist.
Hintergrund: Geschäftsbereich SoLe
Der Geschäftsbereich SoLe (Selbstbestimmte offene Lebensräume) der Diakonischen Stiftung Wittekindshof unterstützt rund 280 Frauen und Männer mit Behinderung in Bad Oeynhausen und im Kreis Herford. Sie leben in kleinen Wohngruppen, Appartements, in der eigenen Wohnung oder privaten Wohngemeinschaften mit ambulanter oder stationärer Unterstützung. Darüber hinaus bietet SoLe Tagesstrukturierende Angebote für Senioren mit Behinderung an und ist verantwortlich für die Kontakt- und Informationszentren (KIZ) in der Herforder Straße in Bad Oeynhausen, in Vlotho und Enger, die als Café SoLero bekannt sind. Diakon Karl-Heinz Edler war bis zum Beginn der Ruhephase der Altersteilzeit Stabstelleninhaber und Stellvertreter von Geschäftsbereichsleiter Diakon Alwin Rüter.