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Manfred Daberkow (Bildmitte) und Mitglieder der Seniorenunion Gronau - Epe beim Besuch der Wittekindshofer Werkstätten in Gronau
Gronau (Bur). Bei ihrem Besuch am vergangenen Donnerstag, zeigten sich die Mitglieder der Seniorenunion Gronau-Epe beeindruckt von der Arbeit der Wittekindshofer Werkstätten. Insbesondere die Fördermöglichkeiten für schwerstmehrfachbehinderte Menschen erstaunten die Mitglieder der 24-köpfigen Besuchergruppe. In diesem Bereich werden Arbeitsabläufe in kleinste Schritte untergliedert. Dadurch können auch Menschen mit erheblichen Behinderungen bei der Produktion zum Beispiel von Bildern oder handgeschöpften Postkarten mitarbeiten. Therapie- und Entspannungsangebote ergänzen die Arbeitsangebote. Michael Bleiber, Werkstattleiter in Gronau, konnte in seinem Vortrag die Mitgliedern der Seniorenunion überzeugen: "Wir glauben, dass jeder Mensch etwas in die Gesellschaft einbringen kann und jeder Mensch soll hier erleben, dass er wichtig ist."
In der Halle am Schürblick bewunderten die Besucher die professionelle Ausstattung des Holz- und Metallbereichs. „Leider lässt unsere Auftragslage insbesondere im Metallbereich zu wünschen übrig. Die Wirtschaftskrise macht auch vor den Werkstätten keinen Halt, " so Michael Bleiber. "Wir können zwar eine Besserung beobachten, dennoch wünschen wir uns mehr Kontakte zu heimischen Firmen. Wir sind in der Lage individuelle Kundenwünsche in der Metallmontage zu bedienen und haben freie Kapazitäten"
Die Werkstatt ist auf die Produktionsaufträge so dringend angewiesen, weil zwar die Betreuungsleistungen in den Werkstätten aus der öffentlichen Hand finanziert werden, aber die Arbeitsentgelte der Beschäftigten und die Produktionskosten selbstständig erwirtschaftet werden müssen. Darüber hinaus ist es wichtig, Arbeit für die 240 Beschäftigten anbieten zu können. Manfred Daberkow, Vorsitzender der Seniorenunion, war trotz der Auftragssorgen sehr erfreut über die gewonnenen Eindrücke: „Die Entwicklung der Wittekindshofer Werkstätten in den letzten Jahren ist enorm und wir sind froh, dass die Menschen, die im Wittekindshof leben fest in das städtische Leben integriert sind. Auch in Zukunft können sie auf unsere Unterstützung zählen."