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Bad Oeynhausen (AM). „Vieles gibt es schon sehr lange, aber die Schwerpunkte haben sich verändert", erklärt Diakonin Sabine Kötitz-Hielscher, Teamleiterin im neuen Wittekindshofer Kontakt- und Informationszentrum (KIZ) Volmerdingsen, das am kommenden Freitag, 30. Oktober, um 11 Uhr mit geladenen Gästen und ab 13 Uhr mit einem Oktoberfest für alle offiziell eröffnet wird. Vorgestellt werden die neu gestalteten Räume am Dorfplatz in zentraler Lage auf dem Wittekindshofer Gründungsgelände und das Programm des neuen Treffpunktes für Menschen mit und ohne Behinderung.
„Genutzt haben wir die Räume des ehemaligen Öffentlichkeitszentrums schon längere Zeit. Durch kleinere Umbaumaßnahamen und neue Farbe haben wir jetzt helle freundliche Räume, die genug Platz auch für Rollstühle bieten", freut sich die Teamleiterin. Sie hat wie viele ihrer Kolleginnen und Kollegen früher im Freizeitwerk gearbeitet. „Kreatives Gestalten, Musik, Theater und offene Angebote für jedermann haben sich im Freizeitwerk bewährt. Das setzen wir fort, aber müssen es ständig an die Bedürfnisse und Möglichkeiten der Menschen anpassen, die zu uns kommen", betont die Diakonin und weist darauf hin, dass der Anteil an älteren und alten Menschen mit Behinderung deutlich zunimmt. Dementsprechend groß ist die Auswahl an Seniorenangeboten. Sie reicht vom Koch- oder Englischkurs über Tanzcafé und Vormittagstreff bis zur kreativen Ideenwerkstatt. „Auch Menschen mit Behinderung sind aktive Senioren. Sie wollen Abwechslung und freuen sich, wenn sie im KIZ alte Bekannte treffen und neue Kontakte knüpfen können", so Sabine Kötitz-Hielscher. Ihr Team bietet spezielle Seniorenangebote an, von denen auch Menschen profitieren, die aufgrund der Schwere ihrer Behinderung nicht arbeiten und im Rahmen der Tagesstrukturierenden Angebote beispielsweise zum Tanzcafé, zum Mundharmonikaorchester oder zu den Tänzen im Sitzen kommen.
Ausgebaut werden im KIZ Volmerdingsen neben den Seniorenangeboten auch Bildungskurse und -reisen. „Wir wollen Menschen mit Behinderung lebenslanges Lernen ermöglichen und sie mit Kochkursen, Bus- und Bahntraining, Haushaltsführerschein und Rechenkursen darin unterstützen, noch mehr Selbständigkeit im Alltag zu erlangen, gerade wenn sie den Wunsch haben, in eine eigene Wohnung oder eine Wohngemeinschaft umzuziehen", erklärt Sabine Kötitz-Hielscher.
Diakon Reiner Breder, der als Ressortleiter für das KIZ Volmerdingsen verantwortlich ist, freut sich, dass mittlerweile alle Angebote auch für Externe geöffnet sind: „Beim Wandern haben wir seit vielen Jahren sehr gute Erfahrungen mit externen Wandervereinen und Ehrenamtlichen. Da wird Integration gelebt und es kommt zu guten Begegnungen zwischen Menschen mit und ohne Behinderung. Auch mit dem Kindergarten Mullewap und den Senioren aus Stift Eidingsen haben sich gute Beziehungen entwickelt. Die wollen wir mit möglichst vielen Vereinen, Gruppen und Einrichtungen ausweiten. Das KIZ Volmerdingsen bietet ein vielfältiges Programm, aber noch haben wir Räume frei und freuen uns auf Gastgruppen aus der Nachbarschaft", betont Reiner Breder.
Das KIZ Volmerdingsen ist das achte Kontakt- und Informationszentrum, das die Diakonische Stiftung Wittekindshof seit 2005 in Westfalen eröffnet hat. Es ist das einzige KIZ, das mit einem Ausbildungsrestaurant verbunden ist. „Angehörige, Mitarbeitende und viele andere Gäste kommen gerne zum Essen und auch bei Veranstaltungen des KIZ Volmerdingsen können wir viel mehr als frischen Kaffee und leckeren Kuchen anbieten", freut sich Sabine Kötitz-Hielscher, die zusammen mit der Leiterin des Ausbildungsrestaurants, Christine Fricke-Currier, zusätzlich das „Dinner im KIZ" am Samstag Abend entwickelt hat. „Mit einem Spargelmenü hat alles angefangen, im Sommer standen mediterrane Spezialitäten auf der Karte und für November bereiten wir ein „Candle light Dinner" vor - nicht nur für Verliebte, aber die haben sich auch schon angemeldet", freut sich Christine Fricke-Currier.
Wittekindshofer Kontakt- und Informationszentren (KIZ)
Die Diakonische Stiftung Wittekindshof hat 2005 in zentraler Innenstadtlage in Gronau/ Westfalen das erste KIZ eröffnet. Weitere folgten in Bad Oeynhausen, Herforder Straße (2006), Herne (2006), Hamm (2006), Enger (2007), Vlotho (2008) und Lübbecke (2009). Sie bieten Begegnungs-, Freizeit- und Erwachsenenbildung für Menschen mit Behinderung sowie Informationen und allgemeine Beratung zu allen Fragen rund um das Thema Behinderung. In Bad Oeynhausen, Enger und Vlotho werden sie als KIZ Café SoLero geführt. Durch das gastronomische Angebot und vor allem die Sportübertragungen (Fußball- und Handball), die sich als Integrationsbeschleuniger entwickelt haben, sind regelmäßig auch Menschen ohne Behinderung zu Gast. Durch die zentrale Innenstadtlage sind die Kontakt- und Informationszentren auch für Menschen gut erreichbar, die selbständig mit ambulanter oder stationärer Unterstützung in der eigenen Wohnung oder einer kleinen Wohngemeinschaft in verschiedenen Stadtteilen leben. Das KIZ Volmerdingsen in zentraler Lage auf dem Wittekindshofer Gründungsgelände bietet mit einem besonderen Schwerpunkt Angebote für Senioren und Menschen mit schwerer Behinderung an.