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Guntram Schneider, der Minister für Arbeit, Integration und Soziales des Landes NRW, vertritt Ministerpräsidentin Hannelore Kraft beim Aschermittwochsempfang.
Bad Oeynhausen/ Düsseldorf (AM). Die Detailplanungen für den Besuch von Ministerpräsidentin Hannelore Kraft als Festrednerin beim Aschermittwochsempfang in der Diakonischen Stiftung Wittekindshof waren abgeschlossen, als die Nachricht aus Düsseldorf kam. „Die Ministerpräsidentin muss in ihrer Funktion als erste Vizepräsidentin des Bundesrates an einem Staatsakt in Berlin teilnehmen und kann deswegen leider nicht am Donnerstag nach Bad Oeynhausen kommen", hieß es telefonisch aus der Staatskanzlei.
Die kurzfristige Absage hat unmittelbar mit dem Rücktritt von Bundespräsident Christian Wulff am vergangenen Freitag zu tun. Laut Artikel 57 des Grundgesetzes nimmt der Präsident des Bundesrates die Befugnisse des Staatsoberhauptes wahr. Seit 1. November ist der bayerische Ministerpräsident Horst Seehofer amtierender Bundesratspräsident. Er wird bis zur Wahl des neuen Bundespräsidenten unaufschiebbare Termine wahrnehmen, Staatsgäste begrüßen und Gesetze unterschreiben.
Hannelore Kraft übernimmt als Erste Vizepräsidentin des Bundesrates Aufgaben und Termine des Bundesratspräsidenten, weswegen sie beispielsweise am Donnerstag unter anderem am Staatsakt in Berlin, der Gedenkveranstaltung für die Opfer rechtsextremistischer Gewalt, teilnimmt.
Der Wittekindshofer Vorstandssprecher Pfarrer Professor Dr. Dierk Starnitzke, der sich persönlich für den Besuch der Ministerpräsidentin eingesetzt hatte, findet die Absage schade. Trotzdem hat er Verständnis und blickt mit großer Zuversicht nach vorne: „Die Gründe sind absolut nachvollziehbar. Die Bundespolitik geht vor, aber der Wittekindshof bleibt im Blick. Die gute Nachricht des Tages war, dass wir zusammen mit der Absage die Zusage bekommen haben, dass der Besuch der Ministerpräsidentin nicht aufgehoben, sondern nur aufgeschoben ist. Die ersten Terminvorschläge haben wir schon in die Staatskanzlei geschickt. Wahrscheinlich hat die Ministerpräsidentin dann sogar noch mehr Gelegenheit, um Herausforderungen und Chancen unsere Arbeit und die sehr unterschiedlichen Lebenswirklichkeit von den Menschen kennenzulernen, die wir unterstützen", erklärt Starnitzke, der zuversichtlich ist, Hannelore Kraft noch im Wittekindshofer Jubiläumsjahr begrüßen zu können.
In Vertretung der Ministerpräsidentin wird Guntram Schneider, der Minister für Arbeit, Integration und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen, den Festvortrag beim Aschermittwochsempfang am Donnerstag halten. „Wir freuen uns, dass kurzfristig der für unser Hauptarbeitsfeld zuständige Sozialminister zu unserem Aschermittwochsempfang kommen und die Botschaft der Ministerpräsidentin aus Düsseldorf überbringen wird", erklärt Starnitzke.
Angemeldet zum Aschermittwochsempfang, der erstmals auf Donnerstag verschoben wurde, damit die Ministerpräsidentin kommen kann, sind 350 geladene Gäste aus Politik, Verwaltung, Wirtschaft, Kirche und aus dem Sozialbereich. Darunter Dr. h. c. Alfred Buß, der Präses der Evangelischen Kirche von Westfalen, oberste Leitungsvertreter des Landschaftsverbandes und der Bezirksregierung, mehrere Landräte und Bürgermeister.