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Bad Oeynhausen (AM). „Die Lage in der Diakonischen Stiftung Wittekindshof ist entspannt. Es gibt bei uns zwar Personen, bei denen ein Verdacht auf neue Grippe besteht, aber keine dramatischen Krankheitsverläufe. Diejenigen, die vor einigen Tagen erkrankt waren, sind wieder gesund. Es ist wieder Alltag eingekehrt", erklärt Vorstandssprecher Pfarrer Professor Dr. Dierk Starnitzke zur aktuellen Situation in der Diakonischen Stiftung Wittekindshof im Zusammenhang mit der neuen Grippe. Anfang letzter Woche wurde der H1N1-Virus bei einzelnen Personen im Wittekindshof erstmals nachgewiesen. Umgehend wurden Vorsichts- und Schutzmaßnahmen ergriffen, die schon im August in einem Pandemieplan festgelegt worden waren. „Jetzt können wir feststellen, dass die Schutzmaßnahmen greifen. Die Ausbreitung des Virus konnte in der Stiftung deutlich eingedämmt werden, da nach erhöhten Hygieneanforderungen gearbeitet wurde, d.h. im Umgang mit Erkrankten unter Verwendung von Schutzkitteln und -masken sowie konsequenter Händedesinfektion", erklärte Dr. Detlef Krüger, leitender Arzt der Diakonischen Stiftung Wittekindshof. Trotzdem sind mittlerweile mehrere Wohngruppen und Häuser betroffen.
„Als vor 10 Tagen innerhalb weniger Stunden Infektionen mit dem H1N1-Virus bei mehreren Personen nachgewiesen wurden, haben wir konsequent Großveranstaltungen, Freizeitangebote, nicht dringend notwendige Therapien und Arztbesuche abgesagt und Besuche auf Wohngruppen mit besonders gefährdeten chronisch kranken Personen vermieden", berichtet Dr. Dierk Starnitzke. „Bei uns sind sofort die geplanten Schutzmaßnahmen angelaufen. Wir sind zuversichtlich, dass wir damit die Ausbreitung des Erregers auch weiterhin gut eindämmen können. Zur Hilfe kommt uns dabei, dass immer mehr Menschen mit Behinderung, aber auch Mitarbeitende geimpft sind", freut sich der Vorstandssprecher. Nach dieser ersten Phase intensiver Vorsichtsmaßnahmen können deshalb in den nächsten Wochen die üblichen Veranstaltungen wie Adventskonzerte und ähnliche Anlässe wie geplant stattfinden. Von den größeren Veranstaltungen soll nur noch der mehrtägige Weihnachtsmarkt auf dem Gelände in Volmerdingsen in diesem Jahr ausfallen, weil dort in der Regel besonders viele Menschen zusammenkommen und dadurch eine erhöhte Ansteckungsgefahr besteht. „Die Menschen im Wittekindshof freuen sie sich schon lange auf die Adventszeit. Einzelne Personen werden phasenweise im Haus bleiben müssen. Die große Mehrheit wird aber trotz Grippewelle ein weitgehend normales Leben führen können, so wie überall in unserem Land", meint Vorstandssprecher Dr. Starnitzke.
Schutzmaßnahmen im Wittekindshof
Bereits im August wurde in der Diakonischen Stiftung Wittekindshof ein Pandemieplan erarbeitet. Systematisch wurde ein Vorrat an Einmalkitteln und Atemmasken angelegt und der erhöhte Bedarf bei Hand- und Flächendesinfektionsmitteln und Einmalhandschuhen eingeplant. Impfungen gegen neue Grippe werden den Mitarbeitenden und Menschen mit Behinderung angeboten, können aber nur mit Zustimmung der gesetzlichen Betreuer bzw. der Sorgeberechtigten durchgeführt werden. Die Nachfrage nach der Impfung steigt deutlich. Momentan reicht die Anzahl der zur Verfügung stehenden Impfdosen aus. Erkrankte Personen, bei denen Verdacht auf H1N1 besteht oder das Virus nachgewiesen ist, sollen sieben Tage nach Auftreten der ersten Symptome wenig Kontakt mit anderen Menschen haben und deswegen möglichst ihr Zimmer, die Wohnung oder das Haus nicht verlassen.