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Timo Altvater zeigt Ute Kolbow (li.) und Christa Strothmann von der Dr. Strothmann Stiftung und der RUDLOFF-Stiftung, was er im Werkraum gelernt hat, dessen Ausstattung auch die Dr. Strothmann Stiftung finanziert hat.
Bad Oeynhausen/ Minden (AM). Am Dienstag (4. Oktober) wird in der Diakonischen Stiftung Wittekindshof in Bad Oeynhausen-Volmerdingsen durch die Schulministerin und stellvertretende Ministerpräsidentin Sylvia Löhrmann der Neubau der Schule Wittekindshof eingeweiht. Damit kommen Jahrzehnte lange Bemühungen des Wittekindshofes um die Einrichtung einer angemessenen Förderschule zu einem erfolgreichen Ende.
Anlässlich dieses Ereignisses betont Vorstandssprecher Pfarrer Prof. Dr. Dierk Starnitzke die enorme Bedeutung des Spendenengagements von Stiftungen aus der Region: „Allen voran haben sich zwei Mindener Stiftungen, die Dr. Hans-Joachim + Christa Strothmann Stiftung und die Günter und Rita RUDLOFF-Stiftung, in besonderer Weise für die Ermöglichung des Schulneubaus eingesetzt."
"Die Notwendigkeit einer neuen Förderschule wurde immer dringender, weil der Unterstützungsbedarf der Schülerinnen und Schüler kontinuierlich gestiegen ist, die Räume viel zu klein und nicht barrierefrei waren. Vor über zehn Jahren entstanden erste konkrete Pläne. Die Hürde war die Finanzierung", berichtet Professor Starnitzke, der nach seinem Amtsantritt in der Diakonischen Stiftung Wittekindshof im Herbst 2006 der Frage des Schulneubaus höchste Priorität eingeräumt hat. „Den entscheidenden Anstoß, dieses große Projekt wirklich starten zu können, haben wir durch die Zusagen der Dr. Strothmann-Stiftung und der RUDLOFF-Stiftung bekommen.
Als die beiden Stiftungen uns in Minden mitteilten, dass sie den Schulneubau jeweils mit Fördermitteln im guten sechsstelligen Bereich unterstützen werden, da war das für uns wie Weihnachten und Ostern auf einmal. Und wir wussten: jetzt können wir endlich nach jahrzehntelangen vergeblichen Versuchen die neue Schule in Angriff nehmen. Dafür sind wir und vor allem die Schülerinnen und Schülern den beiden Stiftungen sehr dankbar", hob der Vorstandssprecher hervor.
Die sich anschließenden Verhandlungen führten schließlich zu dem Ergebnis, dass die Baukosten in Höhe von 11,2 Millionen Euro finanziert wurden durch das Land Nordrhein-Westfalen, den Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL), den Kreis Minden-Lübbecke, die Stiftung Deutsche Behindertenhilfe, Aktion Mensch e.V. (Bonn) und die Diakonische Stiftung Wittekindshof als Schulträger. „Ohne Spenden hätten wir die nötigen Eigenmittel kaum aufbringen können. Die Unterstützung der beiden Mindener Stiftungen hat uns in den Verhandlungen immer wieder ermutigt, die Planungen voranzubringen und weitere Spender und Stiftungen für den Schulneubau zu gewinnen", berichtet der Wittekindshofer Vorstandssprecher.
Bei einem Besuch im neuen Schulgebäude haben sich Christa Strothmann und Ute Kolbow, die dem Kuratorium bzw. dem Vorstand der beiden Stiftung angehören, selbst davon überzeugen können, dass das Geld gut investiert ist: „Der Umfang des Engagements der beiden Stiftungen für diese Schule ist auch für uns außergewöhnlich hoch, aber wir sehen, dass die Schülerinnen und Schüler aufgrund ihrer zum Teil sehr schweren Behinderungen und teilweise erheblichen zusätzlichen Belastungen und Erkrankungen auch einen ganz außergewöhnlichen Bedarf haben. Mit dieser Schule haben wir im Kreis Minden-Lübbecke einen weiteren Ort geschaffen, an dem benachteiligten jungen Menschen Chancen eröffnet werden, damit sie sich gut weiter entwickeln können", erklärt Ute Kolbow.
Beim Besuch des Holzwerkraumes und des angrenzenden Maschinenraumes, die zusammen einen der insgesamt 13 Fachräume des Schulneubaus bilden, erklärte Christa Strothmann beim Anblick der neuen Formatkreissäge: „Das wäre etwas für meinen Mann Hans-Joachim gewesen. Er hat Maschinenbau studiert. Hier hätte er sich wohl gefühlt. Dass wir auch die Ausstattung dieses Raumes finanziert haben, ist ganz bestimmt in seinem Sinn!"