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Als Vorsitzender wiedergewählt: Pfarrer i.R. Sieghard Driftmann (1.v.r.), als Stellvertreter Amtsgerichtsdirektor a.D. Helmut Domeier (1.v.l.), verabschiedet wurden: Wilhelm Krömer (2.v.l.), Hannelore Ziegler-Bruns (3.v.l.) und Manfred Beste.
Bad Oeynhausen (AM). „Der Wittekindshof ist auf Ehrenamtliche angewiesen, nicht nur um Menschen mit Behinderung z.B. Teilhabe bei Freizeitaktivitäten zu ermöglichen, sondern vor allem auch im Stiftungsrat und Kuratorium, die wichtige Aufsichtsfunktionen wahrnehmen und sich als Verbindungsglieder in die Gesellschaft engagieren", erklärte Vorstandssprecher Pfarrer Professor Dr. Dierk Starnitzke anlässlich der Verabschiedung von drei Kuratoriumsmitgliedern und anstehenden Veränderungen im Stiftungsrat. Die achtjährige Amtszeit von elf der 18 Kuratoriumsmitgliedern ist abgelaufen. Neun Männer und Frauen wurden wieder berufen. Aus persönlichen und beruflichen Gründen standen Dr. Markus Büning, Erster Beigeordneter der Stadt Gronau, und Hannelore Ziegler-Bruns aus Vlotho, die ehemalige Rektorin des Immanuel Kant-Gymnasiums in Bad Oeynhausen, nicht für eine weitere Amtszeit zur Verfügung. Wilhelm Krömer aus Petershagen, der ehemalige Landrat des Kreises Minden-Lübbecke, und Manfred Beste aus Diepholz scheiden aus, da sie die in der Satzung festgelegte Altersgrenze erreicht haben. Manfred Beste war vor sieben Jahren als Vertreter des Angehörigenbeirates in das Kuratorium berufen worden. „Sie haben sich außerdem für den Wittekindshof, den Angehörigenbeirat und für Menschen mit Behinderung engagiert, sind oft zwischen Niedersachsen und Westfalen gependelt, um an vielen Veranstaltungen und Besprechungen im Wittekindshof teilzunehmen, auch nachdem ihr eigener Sohn, der im Wittekindshof gelebt hat, bereits vor mehreren Jahren verstorben ist. Für diese Treue sind wir ganz besonders dankbar", betonte Pfarrer i.R. Sieghard Driftmann, der in der letzten Kuratoriumssitzung als Vorsitzender des Kuratoriums ebenso wie sein Stellvertreter Amtsgerichtsdirektor a.D. Dr. Helmut Domeier wiedergewählt wurden.
Als neuer Vertreter des Angehörigenbeirats wurde Lothar Klenner aus Beckum ins Kuratorium berufen. „Zunächst verkleinert sich das Kuratorium. So haben wir Spielraum neue Mitglieder aus Regionen zu berufen, in denen der Wittekindshof seit kurzem vertreten ist, oder demnächst neue Angebote aufbauen will", erklärte Sieghard Driftmann. Hauptaufgabe des Kuratoriums ist es, die Verbindungen zwischen der Diakonischen Stiftung Wittekindshof und kirchlichen und politischen Institutionen, der Wirtschaft und weiteren wichtigen gesellschaftlichen Bereichen im Gesamteinzugsgebiet der Stiftung zu pflegen. Um dieser Aufgabe gerecht werden zu können, sollen im Kuratorium Vertreter aus verschiedenen Orten und vor allem verschiedenen Gesellschaftskreisen mitwirken.
Darüber hinaus ist das Kuratorium für Satzungsänderungen, die Auflösung der Stiftung und die Wahl der Stiftungsratsmitglieder zuständig. Ebenfalls in der letzten Sitzung hat das Kuratorium deswegen auch aus seinen eigenen Reihen den Superintendenten des Kirchenkreises Vlotho, Andreas Huneke, als neues Stiftungsratsmitglied gewählt. Es steht bereits fest, dass aus Altersgründen spätestens Ende des Jahres Karl-Herrmann Haack aus Extertal, Diakonisse Rosemarie Hopp-Wörmann aus Bielefeld und Superintendent i.R. Dr. Christof Windhorst aus Löhne aus dem Stiftungsrat ausscheiden werden. Damit sich Andreas Huneke besser einarbeiten kann, wird er bereits im März als Gast an der ersten Stiftungsratssitzung teilnehmen. „Ich freue mich, dass der Superintendent des größten Wittekindshofer Standortes in unserem Stiftungsrat mitarbeiten wird. Die enge Verbindung zwischen verfasster Kirche und großen Diakonischen Einrichtungen muss auf allen Ebenen mit Leben gefüllt werden", so Vorstandssprecher Pfarrer Professor Dr. Dierk Starnitzke.
Andreas Huneke wird zusammen mit den anderen sechs bis acht Stiftungsratsmitgliedern ehrenamtlich die Aufgaben übernehmen, die einem Aufsichtsrat bei GmbHs und Aktiengesellschaften entsprechen. Im Wesentlichen gehören dazu die Aufsicht über die Arbeit und die Beratung des zweiköpfigen Wittekindshofer Vorstandes, die Beratung und Verabschiedung des jährlich zu erstellenden Wirtschaftsplanes sowie der mittel- und langfristigen Entwicklungs- und Finanzplanung. Einwilligen muss der Stiftungsrat bei Grundstücksangelegenheiten, größeren Bau- und Investitionsplanungen sowie bei Beendigung oder Aufbau von Arbeitsfeldern.
Hintergrund
Die Diakonische Stiftung Wittekindshof ist eine rechtsfähige kirchliche Stiftung privaten Rechts, die der Stiftungsaufsicht der Evangelischen Kirche in Westfalen unterliegt. Die Stiftung verfolgt ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige, mildtätige und kirchliche Zwecke und ist selbstlos tätig. In Ostwestfalen, im Münsterland und im Ruhrgebiet nehmen über 2.900 Personen Angebote und Dienste des Wittekindshofes in Anspruch; der weitaus größte Teil sind Menschen mit Behinderung jeden Alters. Zurzeit bietet die Stiftung fast 2.700 Frauen und Männern in Westfalen einen Arbeitsplatz, davon wohnen 1.544 im Kreis Minden-Lübbecke.