Direkt zum Hauptmenü, zum Inhalt.
Sie sind hier: Startseite › Kinder und Jugendliche › Wohnangebote › Grundlagen der Betreuung
In allen Wohnhäusern und Wohngruppen sollen sich die Kinder und Jugendlichen wohl fühlen und Sicherheit und Geborgenheit erleben. Die Förderung der jungen Menschen erfolgt ausgehend von vorhandenen Stärken und Vorlieben und zielt darauf ab, neue Lebensbereiche zu erschließen, Fähigkeiten zu trainieren und ein größtmögliches Maß an Selbständigkeit zu erlangen. Je nach Art und Schweregrad der Behinderung kann das sehr unterschiedlich aussehen. Die Betreuung und Förderung erfolgt ausgehend vom individuellen Bedarf des Einzelnen. Für jedes Kind und jeden Jugendlichen wird eine individuelle Betreuungsplanung erarbeitet. Dabei kommt die Förderung von lebenspraktischen Fertigkeiten (z.B. An- und Ausziehen, Körperhygiene, Essen, Umgang mit Hilfsmitteln) ebenso in den Blick, wie Bewegungs- und Kommunikationsförderung oder das Sozialverhalten im Umgang mit anderen Kindern und Jugendlichen.
Durch fachkundige Begleitung und Anleitung wird angestrebt, dass jeder einzelne immer wieder in kleinen Schritten über sich selbst hinaus wachsen kann. Werden bei diesem Prozess an einer Stelle Grenzen sichtbar, die zumindest zurzeit nicht mit einem angemessen Kraft- und Motivationsaufwand überwunden werden können, wird das Akzeptieren dieser Grenze als Herausforderung für den betroffenen Menschen, seine Eltern und Angehörigen und alle weiteren Begleitpersonen angesehen. Alle Förder-, Ausbildungs- und Betreuungsangeboten haben zum Ziel, Beeinträchtigungen durch Behinderungen und ihre Folgen zu überwinden, zu lindern und zu vermeiden. Selbstbestimmung und Selbständigkeit, der Aufbau und die Pflege sozialer Beziehungen zu Gleichaltrigen oder jungen Menschen mit ähnlichen Interessen und die Integration in die Gesellschaft werden besonders gefördert. In den einzelnen Wohngruppen stehen dafür multiprofessionelle Mitarbeiterteams zur Verfügung. Mitarbeitende mit einer mindestens dreijährigen pädagogischen oder medizinisch-pflegerischen Fachausbildung arbeiten zusammen mit Kollegen mit einjährigen Ausbildungen, sowie mit jungen Frauen und Männern, die ein Diakonisches Jahr oder ihren Zivildienst absolvieren.