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Nach langen Planungen und einer gut zweijährigen Bauzeit, kann die Schule Wittekindshof seit Sommer 2011 den Neubau mitten im Kinder- und Jugendbereich und direkt neben dem Therapiezentrum auf dem Gründungsgelände der Diakonischen Stiftung Wittekindshof nutzen.
Es ist das erste Wittekindshofer Gebäude in Bad Oeynhausen-Volmerdingsen, das von Anfang an als Schule entsprechend der besonderen Bedürfnisse der Schülerinnen und Schüler im Alter zwischen 6 und 25 Jahren geplant und gebaut wurde, die mit sehr unterschiedlichen Fähigkeiten, Interessen und Behinderungen leben.
Pädagogische Mitten bieten Platz für klassenübergreifende Aktivitäten (z.B. Morgenkreis, Andachten und Gottesdienste, Musik- und Theatervorführungen). Im 3. Obergeschoss kann die Pädagogische Mitte als Cafeteria genutzt werden, wenn die Klassen nicht in ihrem eigenen Klassenraum essen wollen.
Die Schule ist konsequent barrierefrei und mit zwei großen Aufzügen ausgestattet. In den Fachräumen sind viele Arbeitsbereiche höhenverstellbar und unterfahrbar. Barrierefreie Sanitär- und Pflegebereiche (ausgestattet mit Lifter, Liegen und Duschen) sind auf jeder Etage zu finden. Das Gebäude bietet viel Bewegungsfreiheit. Auf den Fluren können sich auch zwei große Rollstühle begegnen, ohne dass es eng wird.
Durch die räumlichen Rahmenbedingungen ist Ganztagsunterricht und der gemeinsame Unterricht von Schülerinnen und Schülern mit unterschiedlichen Fähigkeiten und Möglichkeiten in allen Klassen möglich. Jeder Klasse steht ein Klassen- und eine Gruppenraum mit Küchenzeile, Garderobe und Materialraum zur Verfügung, die zusammen eine Einheit bilden.
Im Neubau bieten 13 Fachräume vielfältige Förder- und Bildungsmöglichkeiten einschließlich Berufsvorbereitung für die sehr heterogene Schülerschaft:
Zusätzlich stehen ein Schülerkiosk, ein Freizeitraum und eine Verteilerküche zur Verfügung. Grüne Klassenzimmer (überdachte Balkone) erweitern die Unterrichtsmöglichkeiten zum Beispiel durch Anzucht von Pflanzen und Wetterbeobachtung, aber bieten auch sehr schwer mehrfach behinderten Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit, in einem geschützten Rahmen sich an der frischen Luft aufzuhalten.
Außerdem sind im Neubau ein Lehrerzimmer und drei Büros für die Schulleitung sowie Räume für die Haustechnik zu finden.
Das große Außengelände auf der Nord- und Südseite des Gebäudes bietet viele Anregungsmöglichkeiten und kann gezielt im Unterricht genutzt werden. In den Pausen laden die beiden Schulhöfe zum Spielen, sich Bewegen und Entspannen ein mit Trampolin, Wasserlauf, Kletterspinne, Rollstuhlschaukeln, weiteren Schaukeln, Rutschen und sonnegeschützten Sandkästen etc.
Das neue Schulgebäude wurde von der Bielefelder Architektin Elke Maria Alberts und ihrem Büro in enger Zusammenarbeit mit den pädagogischen Fachkräften aus der Schule geplant und gebaut. So konnten viele Erfahrungen und Wünsche aus der jahrzehntelangen Unterrichtserfahrung in den Neubau eingebracht werden.