Direkt zum Hauptmenü, zum Inhalt.
Sie sind hier: Startseite › Aktuelles › Veranstaltungen › Bundesminister a.D. Hans Eichel beim Wittekindshofer Aschermittwochsempfang
Bad Oeynhausen/ Kassel (AM). „Ursachen und Konsequenzen der Finanz- und Wirtschaftskrise" und die Folgen für die diakonisch-soziale Arbeit stehen im Mittelpunkt des 25. Wittekindshofer Aschermittwochsempfang, der am Mittwoch, 17. Februar, auf dem Gelände der Diakonischen Stiftung in Bad Oeynhausen-Volmerdingsen stattfinden wird. Gastredner wird Hans Eichel sein, der von 1999 bis 2005 Bundesfinanzminister war, davor acht Jahre Ministerpräsident des Landes Hessen und von 1975 bis 1991 Oberbürgermeister der Stadt Kassel. Seit letztem Jahr ist der Finanzexperte Leiter des Politischen Clubs der Evangelischen Akademie in Tutzing, die bekannt ist für ihre hochkarätig besetzten Tagungen.
Zum Wittekindshofer Aschermittwochsempfang werden rund 200 geladene Gäste aus Politik, Verwaltung, Wirtschaft, Kirche, Soziales, Medizin, Kultur und Gesellschaft erwartet. Die Themenwahl erfolgte bereits vor knapp einem Jahr, als noch nicht absehbar war, wie sich die weltweite Finanz- und Wirtschaftskrise entwickeln wird. „Sicher war damals, dass der Sozialbereich die Folgen mit Verzögerung ab Mitte 2010 spüren wird. Und die bisherige Entwicklung hat das bestätigt", erklärte Vorstandssprecher Pfarrer Professor Dr. Dierk Starnitzke, der sich freut, dass mit Hans Eichel ein Finanzexperte mit jahrzehntelanger Erfahrung auf Kommunal-, Landes- und Bundesebene, aber auch auf dem internatonalen Parkett gewonnen werden konnte.
Bereits jetzt ist deutlich, dass die Kommunen erhebliche Einbrüche bei den Steuereinnahmen verkraften müssen. Dringend notwendige Baumaßnahmen in Schulen können nicht umgesetzt werden, die Finanzierung von Theatern, Schwimmbädern und Büchereien, aber auch die Finanzierung der Sozialausgaben und damit der Eingliederungshilfe für Menschen mit Behinderung wird immer schwieriger. „Ich rechne mindestens in den nächsten zwei Jahren mit finanziellen Einschränkungen infolge der weltweiten Finanz- und Wirtschaftskrise", erklärte Dieter Hakenberg, kaufmännischer Vorstand im Wittekindshof, der diese Entwicklung bereits bei den Vergütungssatzverhandlungen zu spüren bekommen hat: „Die Schere öffnet sich zwischen steigenden Personalausgaben, dem mit Abstand größten Einzelposten im Wittekindshofer Haushalt, und den Einnahmen, die weitgehend von den Kommunen über den Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) finanziert werden", so Dieter Hakenberg.
Über die und ähnliche Themen wird beim Aschermittwochsempfang gesprochen werden, wobei natürlich auch der gesellige Teil mit Tischgesprächen beim traditionellen Grünkohlessen nicht zu kurz kommen wird.
Das Bild ist urheberrechtlich geschützt. Alle Rechte: © epd-bild /Michael McKee