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Archivfoto: Küchenhygiene wird immer groß geschrieben - frischen Salat gibt es zur Zeit vorsichtshalber nicht!
Bad Oeynhausen (AM). Aufgrund der Medienberichte über gehäuft auftretende EHEC-Infektionen sind in der Diakonischen Stiftung Wittekindshof Vorsichtmaßnahmen ergriffen worden. Entsprechend der Empfehlung des Robert-Koch-Instituts und des Bundesinstituts für Risikobewertung hat Ressortleiter Reiner Breder zusammen mit seinen für die Zentralküche Bad Oeynhausen-Volmerdingsen verantwortlichen Mitarbeitern festgelegt, dass bis auf weiteres keine rohen Tomaten, Salatgurken und Blattsalate auf der Speisekarte stehen.
„Die Vorgabe gilt für die gesamte Stiftung, sowohl für die Großküche in Bad Oeynhausen, die für die Menschen in den Wittekindshofer Einrichtungen, aber auch für verschiedene Kindertagesstätten und Schulen in der Region kocht, aber auch für die Großküche in Gronau, das Ausbildungsrestaurant des Berufsbildungswerkes, für Wohngruppen, die Frühstück und Abendessen selbst zubereiten, und für alle anderen Bereiche, in denen gekocht und gegessen wird", erklärt der Ressortleiter, der für die Großküchen ebenso verantwortlich ist wie für den Gesundheitsdienst. Er legt großen Wert darauf, dass alle Mitarbeitenden in den Bereichen Küchenhygiene und Umgang mit Nahrungsmitteln regelmäßig geschult werden, die Essen vor- und zubereiten nicht nur in den Zentralküchen, sondern auch beispielsweise in den Wohngruppen.
Bereits zuvor hatten Helmut Huxohl und Stephan Miegel in einem Rundschreiben aus der Volmerdingsener Großküche an die Hygieneregel im Umgang mit Nahrungsmitteln erinnert, da das Escheria coli Bakterien bei Lebensmittel zu den allgegenwärtigen Risiken gehört:
„In der Wittekindshofer Großküche haben wir durch die EU-Hygienezulassung darüber hinausgehende strengere Auflagen zur Verhinderung von Infektionskrankheiten zu erfüllen. „Wir kontrollieren die Reinheit der gelieferten Produkte, haben von unserem Lieferanten eine Bestätigung vorliegen, dass seine Produkte ohne Kopfdüngung erzeugt wurden und auch im Vorbereitungsbetrieb besonderer Wert auf die Reinigung gelegt werden", erklärte Stephan Miegel, für den mehrmals tägliche Temperaturkontrollen, Dokumentationen und das Einfrieren von Rückstellproben ebenso zur täglichen Routine gehören, wie die fachgerechte Entsorgung von Essensresten und das Spülen der Küchengeräte und des Geschirrs entsprechend der Hygieneanforderungen.
Trotz dieser allgemein üblichen Hygienemaßnahmen, die in der Diakonischen Stiftung Wittekindshof regelmäßig überprüft werden, sind jetzt zusätzliche Vorsichtsmaßnahmen ergriffen worden. „Wir müssen aufgrund der Medienberichte zurzeit davon ausgehen, dass das Risiko für schwere Erkrankungen durch das Escheria coli Bakterium deutlich erhöht ist. Rohmilch verwenden wir grundsätzlich nicht. Jetzt verzichten wir vorsichtshalber auch auf rohen Blattsalat, Tomaten und Salatgurken, um eine Infektionswelle von den Menschen fernzuhalten für die wir kochen. Zu ihnen gehören auch viele kleine Kinder, ältere und andere geschwächte Personen, für die Infektion immer ein besonderes Risiko darstellen," erklärte Helmut Huxohl.